
http://www.datonet.at/kanonmedia/stach_subclip3.mov
AR:
Du bist ja letztlich auch Experte für Projekte mit sozialem Anspruch, künstlerische Projekte mit sozialem Anspruch. Woher kommt das? Wie hat sich das entwickelt?
WS:
Ich gehöre zu denjenigen, die nicht die Kunstproduktion losgelöst vom sozialen und – wenn man so will – psychischen Leben des Künstlers, der Künstlerin sehen, und deswegen … kann ich die Frage nur sehr persönlich beantworten. Ich bin in einem Sozialbau aufgewachsen, in einem Gemeindebau, und war also von vorneherein sozusagen sozialisiert in diese Richtung. Zum anderen war aber dieses Fortgehen oder Weggehen von diesen spezifischen sozialen Wurzeln … auch etwas, was ich nie vergessen habe, nicht vergessen konnte und was sozusagen immer einen Flashback auch in meinen Intentionen, Kunst zu produzieren und zu vermitteln, ausgeübt hat. Das hat mir manchmal – sage ich jetzt einmal – weh getan, weil ich mir gedacht hab[e], ich werde mich davon nie lösen können – negativ gesehen –, zum anderen stehe ich … also heute zu mir [und] bin ich aber auch so was wie stolz darauf, dass ich meine persönliche Sozialgenese nicht verloren habe.