Ricarda Denzer 12

RD:
Grundeinkommen für alle; ein großes gutes Grundeinkommen.
P/p – W:
Da taucht die Frage auf: wenn die Künstler jetzt regelmäßig Geld haben usw. – aber das ist vielleicht altvaterisch -, dann werden sie vielleicht faul, aber sollen sie einfach faul sein, das soll drin[nen] sein.
RD:
Es gibt da Modelle ….
Publikumsstimme:
Es gibt Modelle zur Grundsicherung, wäre das [eine Alternative?]
RD:
Sigmund Baumann, work culture: ein Drittel Erwerbsarbeit, […] die man wirklich, wirklich machen will; ein Drittel Erwerbsarbeit; ein Drittel gemeinnützige Arbeit. […] Das wäre sozusagen sein Modell. Und er lehnt z.B. das Grundeinkommen deswegen ab, weil er eben meint, die Leute wären nicht mehr motiviert zu arbeiten. Ich meine: ich mache die Arbeit, die ich wirklich, wirklich machen will, und es geht sich mühsam aus, die Basis zu schaffen, obwohl ich wirklich nicht wie viele andere [verdiene]. Und man muss sich anschauen: Woran liegt es? Liegt es an mir? Liegt es an der Gesamtgesellschaft? […] Das muss man sich [… eben] anschauen. […] Wenn die Tendenz ist, dass die Leute also wirklich in Heimarbeit arbeiten und ihre Basis abdecken müssen mit der Arbeit – wie sind da die Einkommensverhältnisse? Wie kann das funktionieren? […] Ich sitze oft zuhause und denke mir: ich brauch[e] ein Grundeinkommen. Und das geht vielen anderen auch so. Weil ja: […] ein Drittel Erwerbsarbeit machen sowieso viele; ein Drittel gemeinnützige Arbeit ergibt sich schon dadurch, dass man viel von der geleisteten Arbeit nicht bezahlt [… bekommt] und die sozusagen [so] gemeinnützig wird und [man …] dann versucht, mühsam, die Arbeit zu finanzieren, die man [… eben] wirklich, wirklich machen will. Also: das ist irgendwie …. Die Kluft ist da ziemlich groß.
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