Paul Stepan 13

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Von der Situation her: es wär[e] ganz hübsch einfach, wenn es nach mittlerweilen über elf Jahren [in Österreich, Anm. AR.] wieder einmal so [et]was geben würde wie Kulturpolitik. Ich glaube, das würde irgendwie auch [et]was bringen.
[...]
Und damit meine ich eigentlich, […] seit Jahren geht es einfach bergab. Es hat keine neuen Impulse mehr gegeben. Es wird bestenfalls verteidigt, es ist ein Rückzugsgefecht.
Und ich denke, dass es zum einen […] sinnvoll wär[e], im Sinne einer Verwaltungsreform die ganzen Apparate einmal etwas zu entschlacken, einmal zu schauen: wie schauen Förderungen wirklich aus? Wie werden Förderungen vergeben? Da sind […] oft […] Töpfe, die dann nicht ausgeschöpft werden können, die dann wieder irgendwo hinfließen. Das ist alles relativ undurchsichtig.
Und man könnte sehr wohl durch Fördermechanismen einfach wieder freies Kapital schaffen, das dann tatsächlich auch für kulturpolitischen Spielraum verfügbar ist, um dann überhaupt einmal wieder Kulturpolitik machen zu können. Das ist weder in Wien noch im Bund der Fall im Moment. Das, was vergeben wird, sind echt peanuts; […] was frei vergeben wird.
Das andere ist etwas zukunftsorientierter, etwas, was leider europaweit überhaupt nicht passiert. Und das ist, zwei Bereiche zusammen zu denken. Das ist Kulturpolitik und Urheberrechtspolitik. Das eine ist im Justizministerium, das andere ist in der Kultur. Die[se] haben nichts miteinander zu tun.
Das ist etwas, [d]as für Einkommen in den nächsten Jahren, Jahrzehnten durch die Digitalisierung sehr, sehr wesentlich wird. Und dass man da in irgendeiner Form auch seitens der Kulturpolitik sich überhaupt einmal überlegt: welche Vorstellungen haben wir von Urheberrecht? Was soll das leisten? Was behindert [e]s in der derzeitigen Form an Kulturproduktion? Und dass man da auch seitens der Kulturpolitik einmal eine Linie zum Urheberrecht findet.
Das sind die zwei Bereiche, die ich jetzt einmal genommen hätte. Ansonsten: es ist nicht so wenig da. […] Die Kulturförderungen in Österreich sind nach wie vor sehr hoch im internationalen Vergleich, auch im europäischen Vergleich. Es wird nur [… sehr] wenig damit gemacht. Man könnte das wesentlich geschickter einsetzen.
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