Archive for the 'kurt hofstetter' Category

Kurt Hofstetter 06

Kurt Hofstetter, media artist, A

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Es gibt eine gewisse - da ist vielleicht auch der Konnekt zu Heidulf [Gerngross] da - es gibt eine gewisse Art von Kommunikation in diesen Werken mit allen Behörden, mit allen Gegnern - auch, wenn man es ablehnt, es ist eine gewisse Art von Kommunikation, und die[se] schärf[t] dann bestimmte “Medieng’schichtl’n”, das heisst die[se] schärf[t] Medienkunstwerke, und das find[e] ich spannend.

Kurt Hofstetter 05

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Diese Besessenheit zu diesen [medialen] Dingen haben mich dann auch zum Medienkünstler gemacht, der dann Anfang der 90er Jahre - ihr kennt alle diese Werke im öffentlichen Raum - sozusagen auch fast wie ein Besessener alle Behördenhürden da zu nehmen eingegangen [ist ..., was] mich auch in dieser Weise künstlerisch weitergebracht hat.

Kurt Hofstetter 04

Kurt Hofstetter, media artist, A

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Man musste nicht mehr an [da]s Geld verdienen [denken] … Ich habe zwar eigentlich immer gearbeitet, hab[e] aber nie einen Job gehabt, überhaupt nie. Der einzige regelmässige Job - das war bei mir beim Zivildienst. Da hab[e] ich das regelmässige Einkommen gehabt, dazumals. Das hab[e] ich ja gar nicht angerührt, weil ich es gar nicht glauben konnte, dass ich regelmässig auf mein Bankkonto etwas reinfliessen habe sehen. Und dann habe ich mir ein Atelier geleistet, sozusagen nach dem Zivildienst, und in dem arbeite ich heute noch. Und … in den späten 80er Jahren und frühen 90er Jahren [habe ich] mich dann als Künstler … eigentlich in die Welt hinaus definiert.

Kurt Hofstetter 03

Kurt Hofstetter, media artist, A

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In den späten 70er Jahren und frühen 80er Jahren habe ich Zugang gekriegt zu einem Riesending [von damals neu herausgekommenen Kopiergeräten]. Das waren auch meine Frontalbeleuchtungen usw., und diese Dinge haben dann neben meinem Mathematikstudium, … [in dem] ich eigentlich in den letzten Prüfungen eher über meine Kunst zu reden gewagt habe und auch Interesse gefunden habe - … die Professoren, die sehr gefürchtet waren, haben eigentlich dann zur Hälfte mich nach meinen künstlerischen Dingen ausgefragt oder diskutiert usw. - [an Bedeutung gewonnen.] Und das war irgendwie schon ein Feedback, sodaß ich … gemerkt habe: Oh, da ist irgendetwas da. … [Danach bin ich] wieder hineingefallen in die Gesellschaft, wo das völlig undenkbar war, … [bis mir] dann 1988 der Kragen geplatzt [ist] und [ich] … mit diesen gesellschaftlichen Gewohnheiten aufgehört [habe].

Kurt Hofstetter 02

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… Gesellschaftlich auch bedingt, muss ich sagen - es war nicht möglich, Kunst und Mathematik zu studieren. Ich wurde - sozusagen - nicht aufgenommen, hab[e] aber während meines Mathematikstudiums immer meine Experimente mit Licht [durchgeführt].

Kurt Hofstetter 01

Kurt Hofstetter, media artist, A

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Ich habe … in meinem … künstlerischen Werdegang zehn Jahre gebraucht, um mich zu überhaupt zu definieren in dieser Gesellschaft. Ich hatte zwar meine ersten künstlerischen Erfahrungen, so weit ich mich zurückerinnern kann, im Bereich der Musik ….

Herbert Wulz 01

Herbert Wulz

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[AR:]
[Kurt Hofstetter,] wenn Du von Informationsvermittlung sprichst, frage ich mich: Wenn man z. B. Kunst im öffentlichen Raum installiert oder inszeniert - deswegen auch die Frage nach der Intervention -, wie greift dieser Kunstprozess wie auch diese Manifestation, diese materielle Manifestation, ein in den Informationsfluss? Verwandelt die da etwas?

Das, glaub[e] ich, sind Segmente über die Du[, Heidulf Gerngross, auch] stark nachdenkst. Wenn ich sozusagen Information rezipiere, damit arbeite, - was Du z. B. auch sehr gerne tust - Du greifst ja die Umwelt an und hin und [sagst:] “Mach mit!” und: “Stellen wir das so zusammen und jenes so!”, also: Du arbeitest ja ganz viel auch mit Alltagskomponenten - ein Ansatz, den ich [auch] sehr schätze - und dann durch das Handwerk durch die künstlerischen Ansätze eine Transformation stattfindet, die sozusagen eine Materie in eine andere oder eine Information in eine andere verwandelt, greift das in die Welt oder in das Leben ein?

HW:
Der Experte dafür ist, glaube ich, der Heidulf [Gerngross], weil: … Heidulf hat in seiner Arbeit immer das Problem, er muss [es] vom … sagen wir einmal - vom Geisteswissenschaftlichen - … oder von der Idee her bis zur Physik … durchziehen.

Das ist in der Informatik natürlich um Vieles leichter, so eine Struktur funktioniert oder funktioniert nicht.

Die Frage war auch ein bisschen so: Wie berührt uns das, was macht das mit unserer Wirklichkeit?

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