Archive for the 'kurt hofstetter' Category

Kurt Hofstetter 19

Kurt Hofstetter, media artist, A

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Die Menschen haben das[, was in meiner Kunst stattfindet,] verstanden, finde ich. … Es geht kaum einer zu mir und sagt mir irgendetwas Falsches zu dem[, was ich herstelle]. Sie haben das zwar nicht in meiner Kunstintention, geistigen Kunstintention total … ist mir auch völlig fremd, das wirklich 1:1 zu transportieren, um das geht es mir eigentlich gar nicht. … Es geht mir schon darum, diese Dinge für die Menschen ins Leben zu rufen und dann an irgendeiner Stelle so etwas zu erleben. Ich bin selber sozusagen Beobachter von diesen Dingen.

Heidulf Gerngross 22

Heidulf Gerngross, architect, A

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Kurt Hofstetter:
Zwischen Heidulf [Gerngross] und mir - egal, wo wir uns treffen, egal, wo wir irgendetwas zusammen tun - ob das jetzt eine Seite im ST/A/R designen [ist] oder wie auch immer - gibt es eine gewisse Art von ähnlichem Selbstverständnis, oder … Vertrautheit oder … unausgesprochener Klarheit.

HG:
Ja, weil du jetzt selbstverständlich sagst, da fällt mir … etwas ein, was ich mir erst in letzter Zeit irgendwie formulieren konnte, dass … wenn jetzt ein Kind geboren wird, dass … dann sozusagen - so ist es mir gegangen in der Volksschule - auf einmal w[ird] dir … die Zunge abgeschnitten, die Augen werden dir verbunden, die Händ[e] …, du wirst einfach vollkommen verkleinert und musst dann … dir ein sogenanntes Selbstbewusstsein entwickeln. Also: ein Kind entwickelt dann ein Selbstbewusstsein, dass doch sein Mund und seine Augen doch [et]was sind. Die nächste Stufe ist dann, dass die Menschen dann auch eine Art Selbstbestimmtheit entwickeln, dass sie dann ihren Willen einsetzen und sagen: “Jetzt bin ich so selbstbewusst, jetzt bestimm[e] ich, dass das so und so ist.” Aber ich glaub[e], dass wir uns in dem Stadium bewegen der Selbstverständlichkeit. Wir machen das, was selbstverständlich ist.

Kurt Hofstetter 18

Kurt Hofstetter, media artist, A

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Im Sinne eines permanenten Kunstwerkes hast du nicht die Verpflichtung, alles in der ersten Sekunde zu sagen.

Kurt Hofstetter 17

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Ich hab[e] mich … jahrelang verweigert, Informationen, geschriebene Informationen zu dem Werk anzugeben bzw. so ein Schild anzubringen, wo die Leute dann lesen können usw., weil ich sozusagen damit gemeint habe: die Leute, die verstehen das mit der Zeit.

Kurt Hofstetter 16

Kurt Hofstetter, media artist, A

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Es passiert viel, viel mehr als man sich im stillen Kämmerlein dann irgendwie zusammenreimt oder was man glaubt, mit dem Werk auch anzusprechen oder so, und das ist natürlich … [der] öffentliche Raum, das ist eine spezielle Schönheit - muss ich sagen - des Arbeitens.

Kurt Hofstetter 15

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Wenn ich jetzt auf der Landstrasse in diesem Verbindungsgang stehe und ich sehe jeden Tag diese Menschen, dann merk[e] ich, dass [sie] in der Früh von der S-Bahn kommend zur U-Bahn gehen - aber meistens auf der rechten Seite und am Abend wieder zurückpendeln, weil es sozusagen diesen - ich habe das genannt: Planet der Pendler - [gibt:] genau in der Mitte dieses Verbindungsganges hab[e] ich eben diese Videokamera installiert, wo das genau auf den Punkt gebracht wird, wo diese parallelen Ströme zu einem Kreis werden.

Kurt Hofstetter 14

Kurt Hofstetter, media artist, A

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AR:
Wenn du dich auf solche - ich sag[e] jetzt mathematische Formeln, darf ich das Formeln nennen? - [beziehst] ….

KH:
Es ist weder mathematisch noch ist es eine Formel, es ist eigentlich eine Erfahrung.

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