Heidulf Gerngross 03

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Im Jahr 62 hab ich mit dem Uli, meinem Freund, der eben schon in Kambodscha [gewesen] war, eine Weltreise begonnen und bin dann über [die] Türkei, Afghanistan, Indien, Nepal nach Hongkong, Japan, war dann ein halbes Jahr in Japan, [und] von Japan eben über USA, Mexiko, Island wieder zurück. … [So] habe [ich] diese einjährige Weltreise gemacht, die schon so eine Art Odyssee war und mir auch schon irgendwie die Welt in einer Linie - zumindest irgendwo - gezeigt hat. Ich hab[e mir] dann immer … gedacht, wenn ich die gleiche Strecke zurück[ge]fahr[en wäre], hätt[e] ich [vieles] wahrscheinlich gar nicht mehr erkannt, aber trotzdem hat man ein biss[chen] etwas mitbekommen, vor allem: man hat Menschen kennengelernt und gemerkt, dass es eben doch … nicht diese Feindbilder gibt. … [Als] wir klein waren, waren ja die Russen die Feinde, die Italiener die Katzlmacher, die Franzosen die Kriegsfeinde … und dann habe ich doch gemerkt, dass die Welt eine, wie soll man sagen, doch irgendwie eine fast brüderliche Gemeinschaft ist.
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