Anita Hafner 16
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AR:
Glaubst Du, dass es in Österreich in zehn Jahren eine Erhöhung, Verringerung oder ein Gleichbleiben des Gesamtbudgets der öffentlichen Hand für Kunst geben wird?
AH:
Gleichbleiben.
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AR:
Glaubst Du, dass es in Österreich in zehn Jahren eine Erhöhung, Verringerung oder ein Gleichbleiben des Gesamtbudgets der öffentlichen Hand für Kunst geben wird?
AH:
Gleichbleiben.
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AR:
Glaubst Du, dass es in Österreich in zehn Jahren verstärkt Förderungen der Wirtschaft für Kunst geben wird?
AH:
Nein.
AR:
Welche Auswirkungen kannst Du Dir von dieser Situation vorstellen?
AH:
Wenn wir Glück haben, gibt es bei uns keine Wirtschaftskrise und wir dürfen uns weiterhin mit “Luxusproblemen” herumschlagen.
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AR:
Welche Rolle hat Deiner Meinung nach ein/e zeitgenössische KünstlerIn in z.B. europäischen Gesellschaften?
AH:
Strömungen/Zustände sichtbar zu machen. Positiv wie negativ.
AR:
Welche Rolle schreibst Du Dir selbst zu?
AH:
Ich bin Visual Artist, ich versuche zu visualisieren, zeitweise übersetze ich auch Bilder in Töne oder Gedanken in Worte.
AR:
Wie würdest Du Deine Rolle und Funktion im Team definieren?
AH:
Ich bin Teil von ‘Lost in Bass’. Alles, was Okim (Michael Kozeluha) und ich machen, ist ‘Lost in Bass’. Zur Zeit bin ich größtenteils für die visuelle Umsetzung zuständig. Aber grundsätzlich machen wir beide alles.
AR:
Arbeitest Du häufig in Kooperation mit anderen Kunstschaffenden und Personen, die mit kreativer Produktion beschäftigt sind?
AH:
Ja, bei größeren Projekten.
Nein, bei kleinen regelmäßigen Aufträgen.
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AR:
Siehst Du Kunstproduktion als Beruf, als Berufung oder anderwärtig an?
AH:
Beruf: Ich möchte schon davon leben können.
Berufung: Ich kann nicht anders
Ich muss filmen, fotografieren und das Material verarbeiten.
AR:
Bitte beschreibe näher, was Du damit meinst?
AH:
Wie gesagt, ich kann nicht anders, ich höre Musik und sehe z.B. ein Video, oder ich sehe etwas (für andere) Belangloses und weiß, dass ich daraus etwas Besonderes machen kann, oder ich verarbeite Dinge, die mir unter den Nägeln brennen und mich beschäftigen.
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AR:
Definiert sich die Qualität der Kunst über einen in einer Gesellschaft produzierten Mehrwert?
AH:
Wer ums Überleben kämpft, hat kaum Zeit für Kunst. Das gilt für Kunstschaffende und deren Publikum.
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AR:
Kommt die Qualität der Kunst von finanziellen Ressourcen?
AH:
“Ohne Geld ka Musi”
Auf Dauer kann ohne Geld keine Kunst produziert werden, weil Lebenserhaltungskosten gedeckt werden müssen.
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AR:
Kommt die Qualität der Kunst von Können?
AH:
Ich kann nicht anders, ich muss filmen, fotografieren und das Material verarbeiten.