Martina Reuter 02

MR:
[…] W[ann …] immer [man] über Kunst spricht – auch im Depot -, ich höre fast immer: Sammeln und Ausstellen. Es gibt Kunst, gerade die im öffentlichen Raum, die sammelt sich nicht und stellt sich nicht aus und lässt sich nirgendwo [… hin]einkaufen. Und das ist der Sektor, der immer vergessen wird. Auch in den wirklich etablierten und in den zeitgenössischen Kunsthistorikergehirnen höre ich immer nur: Ausstellen, Sammeln, Ausstellen, Sammeln.
AR:
Ja. Das stimmt.
MR:
Und da ist die Institution, und das Haus, und das wandert [hierhin] und nach dort. Das ist schon alles super und soll es auch weitergeben. Aber warum das immer noch diesen Stellenwert hat? Da frage ich mich: was hat sich geändert, nur dass die Bilder jetzt abstrakt zum Teil sind? Das ist mir zu wenig. Wo ist der Anteil, den diese Art – die gibt [e]s ja auch nicht erst [… seit] gestern – [braucht?] Wieso kommt das nicht hoch? Was fehlt da an Vermittlungsarbeit? […] Das fehlt auch im Kunstgeschichtestudium […].
P/p – B:
Ich glaube nicht, das [… das dort] drinnen [ist …].
MR:
Nein, überhaupt nicht. Es ist ja völlig lächerlich […].
P/p – B:
Nein, [ist es] sicher nicht.
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