Leander Kaiser 14

Leander Kaiser,painter, A

http://www.datonet.at/kanonmedia/33_lk.mov

Es machen sich Menschen sozusagen zu öffentlichen Werken, d.h. sie sind jetzt auf einmal nicht mehr nur sie selbst, sondern jemand, der für eine große Zahl von Zuschauern existiert, und [sie] erheben sich damit gewissermaßen in den Kunstwerkstatus – eine moderne Form eines theatralischen Verhaltens, eine sehr pointierte, wo eine ganze Lebensführung untergeordnet wird unter Umständen. Auch die Jeaninne Schiller oder so jemand, die Seitenblicke [Sendung im ORF, Anm. AR], die sind ja auch nichts anderes. Das ist auch nicht so interessant, bei solchen Veranstaltungen dabei zu sein. Es hat denselben Zweck: sozusagen über sein Bild zu existieren.

Jetzt kommt hier etwas anderes dazu: es ist nicht das Zeigen [von] etwas, sondern das Existieren über die eigene Doppelung der Erscheinung. Das ist also sozusagen, was man narzisstisch nennen könnte und das eine wichtige Form des Theatralischen heute ist, auch interdisziplinär.

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