Alexander Stanzel 11
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AR:
Unterscheidest Du im Auslösen weiterführender, vertiefender Reflexion zu Deiner Produktion zwischen den Auswirkungen/Wirkungen der Produktion selbst und sozusagen beschreibenden bzw. analytischen Methoden? Wie gehst Du vor bei der Analyse Deiner eigenen Kunstproduktion und bei dem von Dir angestrebten Auslösen von Reflexion?
AS:
Keine einfache Frage. Es ist eher die Auswirkung der Produktion selbst, denn es ist ja das Werk, das den Zeichencharakter inne hat, das spricht. Das Vorgehen ist eigentlich ganz einfach, zuerst habe ich mal persönlich ein Gefühl, wie gehaltvoll das Werk ist, wie stark die Aussage ist. Dies lasse ich dann über die Zeit hinaus walten, wenn es nach paar Tagen, Wochen für mich immer noch die gleiche Stärke hat, dann ist es gut. Aber genauso wichtig, wenn nicht noch mehr, ist die Kritik meiner Künstlerkollegen. Erst wenn die Arbeit bei mehreren Kollegen wirklich gut ankommt, dann bin ich mir ihrer Wirkung sicher. Der eigentliche Betrachter, Laie ist zwar auch irgendwie wichtig, aber eher nebensächlich, wenn das Werk den zuvor geschilderten Weg der Kritik übersteht.