Heidulf Gerngross 22
http://www.datonet.at/kanonmedia/gerngross_subclip24.mov
Kurt Hofstetter:
Zwischen Heidulf [Gerngross] und mir - egal, wo wir uns treffen, egal, wo wir irgendetwas zusammen tun - ob das jetzt eine Seite im ST/A/R designen [ist] oder wie auch immer - gibt es eine gewisse Art von ähnlichem Selbstverständnis, oder … Vertrautheit oder … unausgesprochener Klarheit.
HG:
Ja, weil du jetzt selbstverständlich sagst, da fällt mir … etwas ein, was ich mir erst in letzter Zeit irgendwie formulieren konnte, dass … wenn jetzt ein Kind geboren wird, dass … dann sozusagen - so ist es mir gegangen in der Volksschule - auf einmal w[ird] dir … die Zunge abgeschnitten, die Augen werden dir verbunden, die Händ[e] …, du wirst einfach vollkommen verkleinert und musst dann … dir ein sogenanntes Selbstbewusstsein entwickeln. Also: ein Kind entwickelt dann ein Selbstbewusstsein, dass doch sein Mund und seine Augen doch [et]was sind. Die nächste Stufe ist dann, dass die Menschen dann auch eine Art Selbstbestimmtheit entwickeln, dass sie dann ihren Willen einsetzen und sagen: “Jetzt bin ich so selbstbewusst, jetzt bestimm[e] ich, dass das so und so ist.” Aber ich glaub[e], dass wir uns in dem Stadium bewegen der Selbstverständlichkeit. Wir machen das, was selbstverständlich ist.