Alexander Stanzel 19

Alexander Stanzel, fine artist, A

AR:
Glaubst Du, dass es in Österreich in zehn Jahren verstärkt Förderungen der Wirtschaft bzw. der öffentlichen Hand für Kunst geben wird?

AS:
[Aus der Wirtschaft:] Ja.
[Aus der öffentlichen Hand]: Eher eine Erhöhung.

AR:
Welche Auswirkungen kannst Du Dir von dieser Situation vorstellen?

AS:
Mehr Freiraum für künstlerische Aktivitäten; mehr Möglichkeiten, mit Kunst allein den Lebensunterhalt zu verdienen. Dementsprechend eine höhere Qualität der Kunstproduktion.

Alexander Stanzel 18

Alexander Stanzel, fine artist, A

AR:
Welchen Deiner Jobs definierst Du als Deinen Hauptberuf oder definierst Du Deine künstlerische Produktion als Hauptberuf?

AS:
Es ist eher die Kunstproduktion, die quasi mein Hauptberuf ist, da Sie mich gedanklich und existentiell am meisten beschäftigt. Die anderen Arbeiten sind zwar auch interessant für mich, dienen aber eher dem Gelderwerb, erfüllen und tangieren mich nicht mit dem ganzen Wesen wie die künstlerische Tätigkeit.

Alexander Stanzel 17

Alexander Stanzel, fine artist, A

AR:
Umgekehrt: wirkt sich Deine künstlerische Produktion auf Dein wissenschaftliches Arbeiten bzw. auf Deine Arbeit mit Kindern aus?

AS:
Was die oben geschilderte Dissertation anbelangt, auf jeden Fall, da es ja Thema, Inhalt meiner Forschungen ist.

Bei den Kindern eher weniger, aber oft mache ich mit Ihnen auch künstlerische Sachen, doch meine eigenen Themen, Sujets kommen da natürlich nicht rein, eher der Sinn, Gefühl für´s künstlerische Arbeiten.

Anita Hafner 16

Anita Hafner, visualist, A

AR:
Glaubst Du, dass es in Österreich in zehn Jahren eine Erhöhung, Verringerung oder ein Gleichbleiben des Gesamtbudgets der öffentlichen Hand für Kunst geben wird?

AH:
Gleichbleiben.

Alexander Stanzel 16

Alexander Stanzel, fine artist, A

AR:
Wirken sich diese beiden Tätigkeiten - wissenschaftliche Arbeit und Arbeit mit Kindern - auf Deine künstlerische Produktion aus oder empfindest Du die drei Segmente der künstlerischen Arbeit, der Wissenschaft und der Arbeit mit Kindern als unterschiedlich bzw. unabhängig voneinander?

AS:
Ja, sie sind eigentlich ziemlich unterschiedlich und unabhängig voneinander. Vielleicht nur die letztere Wissenschaftliche Arbeit (Über die Absichten zum künstlerischen Schaffen, meine Doktorarbeit) hat einen gewissen direkten Input in mein künstlerisches Schaffen, aber weniger inhaltlich, eher was das Bewusstsein bei der Tätigkeit anbelangt sowie das „schärfere“ Beobachten meiner KollegInnen beim Arbeiten.

Anita Hafner 15

Anita Hafner, visualist, A

AR:
Glaubst Du, dass es in Österreich in zehn Jahren verstärkt Förderungen der Wirtschaft für Kunst geben wird?

AH:
Nein.

AR:
Welche Auswirkungen kannst Du Dir von dieser Situation vorstellen?

AH:
Wenn wir Glück haben, gibt es bei uns keine Wirtschaftskrise und wir dürfen uns weiterhin mit “Luxusproblemen” herumschlagen.

Alexander Stanzel 15

Alexander Stanzel, fine artist, A

AR:
Arbeit mit Kindern – noch ein ganz anderer Bereich …. Inwiefern arbeitest Du mit Kindern?

AS:
Ich arbeite mit Kindern (von 5 – 14 Jahren) im öffentlichen Raum, wo ich sie zu verschiedenen Tätigkeiten und Spielen animiere.

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